Bio-Rinder

Bio-Rinder leben die meiste Zeit im Freien. Sie beginnen den Tag vor Sonnenaufgang mit einer langen Fresszeit. Dann ruhen sie im Liegen. In der Folge wechseln immer wieder Fresszeiten und Ruhezeiten ab.
Was machen die Tiere in den Ruhezeiten? Rinder sind Wiederkäuer. Da ihre Nahrung viel Zellulose enthält, wird sie zuerst in einem Teil des Magens vergoren, etwa eine halbe Stunde nach der Nahrungsaufnahme wieder aufgestoßen, dann erneut im Liegen gründlich gekaut und nun endgültig geschluckt. Erst danach beginnt die eigentliche Verdauung. Die gesamte Ruhezeit des Wiederkauens dauert fünf bis sieben Stunden am Tag!
Die Rinder eines Biobauerns brauchen also viel Weidefläche und ungestörte trockene Ruheplätze. Bei Massentierhaltung hätten sie beides nicht.
Die artgerechte Rinderhaltung wirkt sich auch auf die Fleischqualität aus. Das Fleisch der Bio-Rinder ist dunkelrot, hat einen feinen Geschmack und ist saftig und zart. Fleisch von Jungrindern ist hellrot und zart. Bio-Kälber wurden nur mit Muttermilch gefüttert. Ihr Fleisch ist hell und zart.
Zu den Wiederkäuern gehören übrigens nicht nur Rinder, sondern auch Schafe und Ziegen, Hirsche, Antilopen, Büffel, Gazellen und Giraffen.







