Permakultur

Den Lungau nennt man das österreichische Sibirien, weil das raue Klima für die Landwirtschaft ungeeignet erscheint. Dort befindet sich in 1 300 m Seehöhe der Krameterhof. Auf diesem Bauernhof wachsen Kirschen, Äpfel, Kürbisse, Kiwi, Zitronen, Wein, Marillen, Pfirsiche, daneben zahllose Kräuter. Es gelang sogar, Steinpilze zu kultivieren. Und dazwischen liegen rund 45 Fischteiche, Wassergärten und Feuchtbiotope, in denen sich Fische, Krebse, Kröten und zahllose Insekten tummeln.
"Ich lasse die Natur für mich arbeiten. Man muss nur draufkommen, welche Pflanzen und Tiere einander ergänzen. Das ganze System muss einen geschlossenen Kreislauf ergeben", sagt der Bauer Sepp Holzer.
Die Idee, die dieser Bauer auf seinem Hof umsetzt, hat der australische Ökologe Bill Mollison (siehe Bild rechts) den Ureinwohnern Australiens abgeschaut. Er dachte, wie die Aborigines die Natur schonen und nutzen, kann auch für die Landwirtschaft gut sein! Mollison entwickelte eine spezielle Methode des Bio-Landbaus und nannte sie Permakultur.
Dieses Verfahren wird nicht nur in der Landwirtschaft angewandt, sondern auch in Gärten, in der Architektur, in der Stadtplanung ...







